A Night to Dismember - SLASH FILM FESTIVAL

337 min., eOV

Termine

26.09.2026 | 18:30
Saal
Für einen Abend verwandelt sich das Schikaneder Kino zum Wiedergänger des legendären New Yorker The Deuce: Extrem sleazy geht es her, wenn im Rahmen der Grindhouse-Retrospektive Gemmen des Exploitation-Kinos am laufenden Band über die Leinwand flimmern und sich die Abgründe des menschlichen Seins mit Sex, Gewalt und guter Laune in den Saal ergießen. Ages 18+ only!

Tickets
I Drink Your Blood

David E. Durston - US  1971, 83 min, eOV

Wie sehr die Verbrechen der Manson-Familie die USA erschüttert haben müssen, zeigt auch die Masse an Exploitationfilmen, die sich ihren eigenen Reim machten auf den Hippie-Traum aus Drogen und Sex für alle, der zum All American Alb aus Hörigkeit, Missbrauch und Massenmord wurde. I Drink Your Blood fügt der ohnehin schon deftigen Mischung aus Satanismus und LSD in einer allegorienschweren Landschaft zwischen fast verlassenem Kaff und Großbaustelle noch eine weitere, ziemlich überraschende Komponente hinzu: einen Tollwut-Epidemie-Ausbruch. Hier stirbt man an allem, den Mitmenschen wie auch an der Natur, absichtlich oder zufällig. Nihilismus für Fortgeschrittene. (Olaf Möller)

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The New York Ripper

Lo squartatore di New York | Lucio Fulci  - IT   1982, 93 min, eOV

Ein Serienmörder versetzt New York in Angst und Schrecken. Seine Opfer: ausschließlich Frauen; seine Tatwaffe: alles, was scharf ist, vom Rasiermesser bis zur abgebrochenen Flasche; sein Modus Operandi: auflauern, niedermetzeln, so weit wie möglich zerfetzen; Erkennungsmerkmale: wahrscheinlich Linkshänder, quakende Stimme. Lieutenant Williams, Wrack in Uniform, macht sich an die Ermittlungen in einem ranzig-grauen Gotham, das im Wesentlichen aus Live Sex Shows, leeren U-Bahnstationen, Leichenschauhäusern und versifften Seitenstraßen zu bestehen scheint. Ein weiterer Höhepunkt im Schaffen von Anarcho-Auteur und Super-Surrealist Lucio Fulci! (Olaf Möller)

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Femmes de Sade

Alex de Renzy - US  1979, 83 min, eOV

Rocky ist ein Hüne, der sich aufs Brutalste durch den Strich von San Francisco fickt und schlägt; Johnny arbeitet in einem Sexshop, wo er sich seinen Kundinnen-inspirierten feuchten Tagträumen hingibt. Bis kurz vor Schluss laufen die beiden Stränge parallel, manchmal einander subtil spiegelnd, kommentierend, dann endlich kreuzen sie sich auf einer Sexparty … Alex de Renzy, Großmeister des Golden Age Porno (cum später unter dem Pseudonym Rex Borsky ein Axiom des Arschpudervideo), liefert mit Femmes de Sade eine düstere Reflektion über die Gewaltabgründe männlicher Sexualität – und ist dabei (trotzdem) geil. Diese Art von Ambivalenz wirkt heute wie eine verlorene Kulturleistung. (Olaf Möller)

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The Last House on Dead End Street

Roger Watkins - US  1977, 78 min, eOV

Filmakademie-Studierende, angetreten zur außerplanmäßigen Unterrichtsveranstaltung! Zu lernen gibt’s hier: Wie mache ich frei von einem realen Budget und unter Ausbeutung aller menschlichen wie technischen Ressourcen einen Film, der Geld einbringt und Geschichte schreibt. Genau das schaffte nämlich der Student (und kommende Pornoexzentrica-Meister) Roger Watkins mit The Last House on Dead End Street, der Geschichte eines Manson-iden Amateurfilmemachers (gespielt von Watkins selbst), der mit anderen Bewegtbild-Autodidakten, Pornoveteranen und sonstigem Gelichter in einer verlassenen Uni Snuff-Filme dreht … Yep. Grindhouse auf Godard, das braucht die Menschheit! (Olaf Möller)